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Spektakulär: Der U64!
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HobbyTronic 2002
von Gunther Richter
Vom 20. Bis 24. Februar 2002 fand in den Dortmunder Westfalenhallen 4 und 5 die diesjährige HobbyTronic statt. Auf 17.000 Quadratmetern boten 185 Aussteller ihre Waren und Dienstleistungen an. Insgesamt 52.000 Besucher kamen zur HobbyTronic Computerschau 2002. Die Ausstellung gab wieder einmal vielfältig Gelegenheit, mit Experten Wissen über Computer auszutauschen oder günstige Elektronik-Bauteile und PC-Zubehör zu erstehen. Das Kaufinteresse war groß: 74,8 Prozent der Besucher haben auf der Hobby Tronic 2002 etwas erstanden. Das ergab eine Befragung durch ein unabhängiges Messe-Marktforschungsinstitut während der Ausstellung. Die beliebtesten Produkte auf der HobbyTronic 2002 waren Computerzubehör (58,9 Prozent der Besucher interessierten sich vor allem dafür), PCs (46,4 Prozent), externe Geräte zum Anschluss an den Computer (43,1 Prozent) und Software (42,6 Prozent). Der Großteil der Besucher war aus privaten Gründen an den Produkten interessiert, immerhin jeder vierte Besucher kam aber auch aus beruflichem Interesse zur HobbyTronic. Die nächste HobbyTronic Computerschau findet vom 19. bis 23. Februar 2003 statt. Soweit der Auszug aus der Pressemitteilung.
Mein persönlicher Eindruck ist, dass auch in diesem Jahr die Anbieter von elektronischen Bauelementen und Werkzeugen sowie Meßtechnik weiter auf dem Rückzug waren. Dahingegen war das Angebot von PCs und Zubehör weiter auf dem Vormarsch, Handyzubehör war weniger stark vertreten, als in den Vorjahren. Überrascht war ich von der Tatsache, dass deutlich mehr Frauen die HobbyTronic besuchten, als in den letzten Jahren. Vielleicht lässt sich ein Zusammenhang zwischen der "Frauenquote" und dem schwächer werdenden Elektroniksegment herstellen...
Ihrem Ruf als Schnäppchenmesse kann die HobbyTronic leider immer weniger gerecht werden. Lt. Angaben einiger Händler sind die regulären Preise des Einzelhandels oft bereits so straff kalkuliert, daß auf der Messe nicht mehr viel Spielraum für deutliche Preisvorteile bleibt. Lohnt der Besuch trotzdem? Nun, wenn man nicht ausschließlich auf Schnäppchen aus ist, ist beispielsweise ein Besuch des Standes des 1. Wittener Computerclubs immer ein Erlebnis. Dessen starke Commodore-Fraktion hat sich in den letzten Jahren immer etwas besonderes zur HobbyTronic einfallen lassen. Sofern dies möglich ist, werden die Eyecatcher der letzten Jahre zur Messe mitgebracht und durch ein neues Highlight ergänzt. So war beispielsweise die Relaiskarte mit optischen Effekten beschaltet und auch der mit Servomotoren bestückte QuickShot-Roboterarm war zu bewundern. Da der C64 in diesem Jahr 20 Jahre alt wird, hat sich die Truppe um Galaktus (Stefan Zelazny) diesmal etwas besonderes einfallen lassen.
Angeregt durch eine Quarks & Co-Sendung, in der gezeigt wurde, wie ein PC absäuft, wollten Stefan Zelazny und Dirk Klettke beweisen, dass der C64 im Gegensatz zur DOSe sehr wohl unter Wasser betrieben werden kann. Die Idee selbst wurde als hinreichend bescheuert, aber auch als hinreichend spektakulär befunden, um sie in die Tat umzusetzen. Klar war von vornherein, dass nur die C64-Platine unter Wasser sein durfte. Alle mechanischen Komponenten wie die Tastatur, die Floppy, aber auch das Netzteil verboten sich aus naheliegenden Gründen von selbst. Weiterhin war auch klar, dass für ein solches Experiment destilliertes Wasser zur Vermeidung von Kurzschlüssen verwendet werden musste. Erste Tests ergaben, dass das Bild sofort weg war oder nach kurzer Zeit keine Farbe mehr hatte, um dann zu verschwinden. Das Wasser hatte ganz offensichtlich Einfluss auf den VIC-Abgleich. Deshalb wurde im Folgenden der VIC verstimmt. So zeigte der Monitor des Unterwasser-C64 zumindest eine kurze Zeit lang ein Bild. Im nächsten Versuch wurde die C64-Platine mit Schutzlack überzogen und wieder lief der C64 ein paar Minuten länger. Geplant war aber, dass der Rechner einen ganzen Messetag durchhalten kann.
Interessant war dann die Beobachtung, dass der C64 wesentlich länger
durchhält, wenn das Wasser in Bewegung ist. Vermutlich findet eine
elektrochemische Reaktion statt oder die Wasserdipolmoleküle richten
sich unter dem Einfluss elektrischer und magnetischer Felder aus und verursachen
so Störungen. Um die evtl. elektrochemische Reaktion zu unterbinden,
wurde eine Opferanode montiert. Eine ebenso interessante, wie wirkungslose
Methode, die Fehlfunktion auch nur hinauszuzögern, geschweige denn
zu unterbinden. So kam man wieder darauf zurück, das Wasser in Bewegung
zu halten. Nun ist es natürlich wenig praktikabel, wenn jedes Mal
erst umgerührt werden muss, damit der C64 ein Bild zeigt. Deshalb
wurde eine kleine Pumpe im Becken angebracht und siehe da: Der C64 lief
unter Wasser. Stunde um Stunde tat er sein Werk mit ganz seltenen Abstürzen.
Der U64 war...
... mehr in der GO64!
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